Chronik

Gründungsversammlung am 20. April 1956
35 Personen wählten den ersten Abteilungsvorstand in der Geschichte der Tennisabteilung des VfL Sindelfingen 1862 e. V.
Fritz Vollbrecht, Abteilungsleiter
weitere Mitglieder:
Bruno Müller Fritz Paasch, Dr. Martin Rühle, Walter Georgii, Horst Jäschke, Karl Letzel, Günther Schieferer, Dr. Gerhard Ganzhorn, Christian Wagner, Leopold Schäfer, Hans Rein
 
1956
Das Jahr des Anfangs. Die Gründungsversammlung der Tennisabteilung fand am 20. April 1956 statt. 35 anwesende Tennisinteressierte wählten den Abteilungsvorstand.
Mit viel Mut und Selbstvertrauen packte der 1. Abteilungsvorstand der Tennisabteilung die Dinge an. Ein paar Worte aus einem Rundschreiben von ihm: »Wir haben es gewagt und wir haben gewonnen!« Und weiter: »Lassen Sie uns erst einmal beginnen, dann wird sich schon alles finden und wir werden dahin kommen, wohin wir wollen. Am Anfang kann nicht alles schon so sein, wie es ideal wäre. Aber verbessern kann man immer.«
Das sind Worte von echtem Unternehmensgeist und Selbstvertrauen, die auch jederzeit noch heute noch für die vor uns liegenden Aufgaben ihren Wert und Sinn haben.
Am 24. 6. 56 wurden in einer kleinen Feierstunde von Oberbürger-meister Gruber 4 Plätze der Tennisabteilung übergeben. Hier sollte man auch nochmals die Verdienste der maßgebenden Herren der Stadt um die neu gegründete Tennisabteilung des VfL hervorheben. Allen voran Oberbürgermeister Gruber, Stadtpfleger Körner und Baumeister Finkbeiner waren unermüdliche Wegbereiter für die Tennisabteilung.
Im Laufe des Jahres hatte die junge Abteilung bereits 80 Mitglieder. Am 1. Dezember 1956 stieg auch schon das erste gesellschaftliche Ereignis in der Stadiongaststätte, das zu einem vollen Erfolg wurde. Zuvor war am 11. September 1956 die Abteilung auch in den Württ. Tennisbund aufgenommen worden.

1957
Es übernahm ein Dreiergestirn die Abteilungsleitung, nämlich die Herren Dr. Günter Hodum, HansKarl Marx und Fritz Paasch.
Eine Zeit der Konsolidierung brach an. Vereinsmeisterschaften wurden ausgetragen, sogar in allen Disziplinen. Man mußte bereits die Neuaufnahme von Mitgliedern einschränken, da die 2 neuen Plätze vorläufig nur eine Hoffnung blieben und es weder ein Klubhaus noch eine Umkleidekabine gab.
Das Interesse der Mitglieder am Wettkampftennis war zu dieser Zeit noch sehr mäßig. Eine Teilnahme einzelner Spieler an den Württ. 0Meisterschaften verlief erwartungsgemäß ohne Erfolge.
In diesem Jahr wurde der uns allen noch in lebhafter Erinnerung befindliche Trainer Karl Stingel für die Tennisabteilung gewonnen. Ein in jeder Hinsicht glücklicher Griff, wie sich noch später herausstellen sollte.

1958
Mit den Herren Heinz SchröderSarnow, Friedrich Stübner und Wilhelm Stingel, ein Bruder des bereits bei der Tennisabteilung tätigen Trainers Karl »Charly« Stingel, war wiederum ein Dreiergremium an der »Regierung«.
Wilhelm Stingel, so darf man wohl rückblickend sagen, war der zweite Glücksfall für die Tennisabteilung. Was dieser Mann, zu seiner Zeit einer der besten Tennisspieler Deutschlands, an Erfahrung und Weitblick in die Tennisabteilung mit einbrachte, war schlechthin unersetzlich und für die ganze weitere Entwicklung der Tennisabteilung richtungsweisend.
Der Bau von 2 Hartplätzen, damals die ersten in Deutschland, ging auch auf seine Anregung zurück. Leider brachte dieses Jahr auch eine traurige Nachricht für die Tennisabteilung. Ihr erster Abteilungsvorstand, Herr Ludwig Vollbrecht, verstarb im Alter von erst 48 Jahren allzufrüh und hat in der Abteilung eine schmerzliche Lücke hinterlassen.
Auch das erste Klubhaus wurde in Angriff genommen, wenn auch nur in kleinem »Maße«, aber man konnte sich wenigstens unter Dach umziehen und ein wenig zusammensitzen. Auch mischten eine 1. Damen und Herrenmannschaft bei den Verbandsspielen des WTB erstmalig mit, wenn auch noch mit mäßigem Erfolg. Auch Abteilungsmeisterschaften wurden wieder ausgetragen. 240 Mitglieder einschließlich Jugendlichen hatte die Abteilung in diesem Jahr schon aufzuweisen und es zeugte von dem großen Ruck, den sie in diesem Jahr in jeder Hinsicht getan hat. Sogar Ranglisten wurden erstmalig erstellt. Der sportliche Gedanke war erwacht. Die »StingelBrüder« haben das Interesse der Mitglieder am Wettkampftennis geweckt!
In dieses Jahr fällt auch das erste Freundschaftsturnier mit unserer Partnerstadt Corbeil Essonnes. Diese freundschaftlichen Beziehungen sind bis heute ungebrochen und es ist ein tröstliches Gefühl, daß in unserer schnellebigen Zeit so etwas noch möglich ist.

1959
Wilhelm Stingel, Abteilungsleiter, Stellvertreter Friedrich Stübner.
Das Jahr, das nach den Worten Wilhelm Stingels, durch die Errichtung der beiden Hartplätze sowie des Klubhauses (Eröffnung und Einweihung am 29. August 1959) die Tennisabteilung erst so richtig aufleben ließ. Zum erstenmal gelang es auch Mannschaften der Abteilung, Turniersiege in Freundschafts- und Verbandsspielen zu erringen. Die systematische Aufbauarbeit des Trainers Karl Stingel und Sportwart Adolf Schmidt trugen Früchte.
Die sportlichen Leistungen der Aktiven des Jahres 1959 haben die der vergangenen Jahre wesentlich übertroffen. Die Abteilungsmeisterin Fräulein Kunze konnte bei den Württembergischen Meisterschaften sogar den 3. Platz belegen. Auch war man diesmal bei einem Gegenbesuch in Corbeil Essonnes. Kostenlose Jugendlehrgänge wurden von Wilhelm Stingel und seiner Frau abgehalten! Eine Tenniswand wurde sehr vermißt!

1960
Wilhelm Stingel Abteilungsleiter, Stellvertreter Adolf Schmidt.
Im Jahresbericht hob Wilhelm Stingel die wiederum großen sportlichen Erfolge der Mannschaften hervor. Die Jugendarbeit der Abteilung wurde durch Karl Stingel forciert. Erste Erfolge auf breiter Ebene stellten sich ein. Die Verbandsspiele in der C-Klasse wurden erstmals zum größten Teil gewonnen. Es wurde auch im Sommer wie im Winter fleißig Konditionstraining durchgeführt.

1961
Wilhelm Stingel Abteilungsleiter, Stellvertreter Adolf Schmidt und Willy Morlok.
Wieder sportliche Erfolge der Mannschaften. Die Herren errangen sogar den Sieg in ihrer Gruppe und trugen Aufstiegsspiele in die C-Klasse aus. Zu alten Bekannten wie GorbeilEssonnes wurden neue freundschaftliche Bande geknüpft. Völklingen im Saarland und Mannschaften wie Leonberg, Feuerbach und selbstverständlich auch unsere Nachbarstadt Böblingen waren neue Freunde, die man gewinnen konnte.
Eine Tenniswand wurde nach wie vor schmerzlich vermißt!
Die Mitgliederzahl ist auf 250 angestiegen. Ein reges gesellschaftliches Leben wurde registriert.

1962
Willi Morlok Abteilungsleiter, Stellvertreter Adolf Schmidt.
Erweiterung des Klubhauses wurde angepeilt. Die Tenniswand wurde endlich erstellt. Die Zinszahlungen für die aufgenommenen Gelder beim Bau des Klubhauses drücken die Abteilungskasse. Aus diesen Gründen wurden Beitragserhöhungen ins Auge gefaßt. Auch sollten im kommenden Jahr 2 neue Sandplätze erstellt werden. Das Training der Mannschaften sollte forciert werden. Dies alles kostete Geld.
Ein Novum aus heutiger Sicht: Ein Werbemonat für Tennis wurde ausgeschrieben. Kostenlose Aufnahme neuer Mitglieder! Was für Zeiten!! Alle Verbandsspiele wurden vom WTB abgesagt oder in Freundschaftsspiele umgewandelt wegen einer Schluckimpfung! (lnfektionsgefahr, so wurde gesagt!).
Festliches Großereignis: der Ball in der neuen Stadthalle anläßlich des 100jährigen Bestehens des VfL Hauptvereins.
Wieder Freundschaftsturnier in Gorbeil Essonnes.
Mit der Ausrichtung eines 4StädteTurniers hatte die Tennisabteilung dem 100jährigen Jubiläumsjahrdes VfL Sindelfingen eine besondere sportliche Delikatesse zu bieten. Mit den Mannschaften aus Böblingen, Vaihingen/Enz und Herrenberg bestritt unsere Mannschaft ein glänzend organisiertes Turnier. Bereichert wurde dieses Turnier durch die Verpflichtung der Württ. Spitzenspieler Fuhrmann und Lander vom TC Weißenhof Stuttgart sowie Leibbrand vom TC Waldau Stuttgart und Pawlik von Schwarz/Gelb Heidelberg. Die Zuschauer ergötzten sich an Spitzentennis, geboten auf unserer Tennisanlage.

1963
Willi Morlok Abteilungsleiter, Stellvertreter Adolf Schmidt.
Durch eine 20prozentige Beitragserhöhung hoffte man der Schulden Herr zu werden und an die Erweiterung der Anlage denken zu können.


1964
Ernst Otto Bonness Abteilungsleiter. Stellvertreter Th. Schott.
Der Abteilung stehen jetzt 6 Sandplätze zur Verfügung und außerdem 2 Hartplätze. Der Mitgliederstand ist auf 350 Erwachsene und Jugendliche angewachsen.
Ein Faschingsball eröffnet in der Stadiongaststätte die Saison. An Pfingsten folgte ein Freundschaftsspiel gegen unsere alten Bekannten aus Völklingen auf unserer Anlage.
Vom 8. bis 11. Juli fand erstmalig eine offizielle Bezirksmeisterschaft der Jugend auf unseren Plätzen statt.
Die besten Junioren und Juniorinnen des Bezirks Stuttgart II kämpften um Meisterehren. Unsere Jugendlichen M. Gruber-Hering und M. Nißler konnten dabei einen 3. Platz im Doppel erringen sowie Peter Mattis im Einzel. Die Abteilungsmeisterschaften finden auch immer mehr Zuspruch unserer Mitglieder, was die sportliche Linie der Abteilung unterstreicht.
Freundschaftsspiele gegen Öhringen, Vaihingen/Enz, TV Feuerbach und Böblingen rundeten die sportlichen Aktivitäten der Abteilung ab.
Dr. Schorm mit seinem »Helfer« Hannes Seidel machten sich nun schon seit Jahren um die Jugend verdient. Ein Problem hatte man mit der Platzwartfrage, die in der seitherigen Lösung nicht mehr zu vertreten war.

1965
Adolf Schmidt neuer Abteilungsleiter, Stellvertreter Siegfried Strebel.
Vorstandsmitglieder Schäfer und Hörmann stellten Hilfe der Stadt in Aussicht, bei der Absicht der Abteilung, das viel zu klein gewordene Klubhaus der Abteilung zu erweitern.
Erste Damen und Herrenmannschaften steigen in die zweithöchste Spielklasse des WTB auf. Horst Seidl gewann auf dem Weißenhof die Württembergische B-Meisterschaft. Der bislang größte Erfolg eines Aktiven in der Abteilungsgeschichte. Oberbürgermeister Gruber versprach der Tennisabteilung anläßlich der Ehrung erfolgreicher Tennisspieler, sich dafür einzusetzen, daß die Abteilung in naher Zukunft auch die Möglichkeit hätte, im Winter einem geregelten Trainingsbetrieb nachgehen zu können.

1966
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Jochen Krämer.
Erstmals 5 aktive Mannschaften und eine Jugendmannschaft bei den Verbandsspielen. Die 1. Herrenmannschaft spielte in der B-Klasse, die und 3. Herrenmannschaft in der C-Klasse. Die erste Damenmannschaft ebenfalls in der B-Klasse. Erstmals wurde auch eine Seniorenmannschaft gemeldet, die auch sofort den Verbandsspielen teilnahm. Nach Abschluß der Saison wurde sogar noch eine Fußballrunde der Tennisvereine Württembergs ausgetragen. Nach einer einzigen Niederlage gegen Backnang konnte uns Mannschaft viermal gewinnen und einmal unentschieden spielen. Sie wurde damit Gruppenzweiter. Alles in allem ein sportlich erfolgreiche. Jahr der Tennisabteilung.

1967
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Theo Freiburger.
Herausragendes saisonales Ereignis war der Beschluß einer außerordentlichen Hauptversammlung vom 21. Juli 1967, bei der die Mitglied die Abteilungsleitung beauftragten, noch im Jahre 1967 eine Tennisplatzüberdachung zu schaffen. Dies wurde auch realisiert. Am 26. Oktober wurde die Halle, über Platz 6 errichtet, in einer kleinen Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. 425 Mitglieder dankten es der Abteilungsleitung mit einer über 90prozentigen Ausbuchung der Halle bereits im ersten Jahr. Sonst war das Jahr wieder reich angefüllt mit sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen. Faschingsbälle und Sommernachtsfeste waren zu jener Zeit aus dem Abteilungsgeschehen nicht wegzudenken. Sportlich erlebte man in diesem Jahr Licht- und Schattenseiten. Erstmals wurde zur Erinnerung an den früh verstorbenen ersten Abteilungsleiter der Tennisabteilung, Herr Ludwig Vollbrecht, ein Pokal zu dessen Ehren ausgespielt. Teilnahmeberechtigt waren nur Senioren. Nach harten Auseinandersetzungen konnte Adolf Schmidt den Pokal in Empfang nehmen.

1968
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Theo Freiburger.
Die 1. Herrenmannschaft ist in die A-Klasse aufgestiegen. Das war das herausragende sportliche Ergebnis dieser Saison. Bei den Senioren wurde der Ludwig-Vollbrecht-Pokal zum zweitenmal von Adolf Schmidt gewonnen. Zu Freundschaftsspielen hatte die Abteilung in diesem Jahr die langjährigen Freunde aus Völklingen zu Gast sowie erstmals auch Spieler aus Sondrio, der Partnerstadt Sindelfingens in Italien. Der Besuch in Corbeil-Essonnes mußte in diesem Jahr wegen der Unruhen in Frankreich leider ausfallen. Die Abteilung umfaßte jetzt mehr als 500 Mitglieder, man sah sich immer mehr vor Probleme verwaltungs-technischer Art gestellt. Die Jugend hatte in der Abteilung auch immer einen größeren Stellenwert eingenommen. Hier hatte der Jugendwart Erwin Miros ein gewaltiges Pensum Arbeit zu verrichten, war ihm doch die Aus- und Weiterbildung von über 50 Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren zugeordnet. In Diskussionsabenden wurde wieder mal über den dringend notwendigen Ausbau des Klubheimes diskutiert, aber noch keine Einigung erzielt.

 

1969
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Theo Freiburger.
Bei der Hauptversammlung der Tennisabteilung waren die Gemüter wegen der Probleme um den Bau unseres neuen Klubhauses hart aneinandergeraten. Die Spannungen konnten abgebaut werden.
Die Aktiven hatten nun 3 Herrenmannschaften in der Verbandsrunde. Die Damen 2 Mannschaften und die Senioren 1 Mannschaft.
Die Abteilungsmeisterschaften waren wieder voll besetzt und brachten gute sportliche Ergebnisse. Den Ludwig-Vollbrecht-Pokal der Senioren gewann in diesem Jahr Josef Magyar, der ihn zum ersten Mal gewinnen konnte. Auf unserer Anlage fand auch eine Vorrunde zu den Medenspielen der Ländermannschaften aus Württemberg, Rheinland-Pfalz mit Saargebiet, Hamburg und Baden statt. Ein Großereignis für alle Tennisfreunde. Die Württembergische Mannschaft siegte und konnte an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Länder teilnehmen. Durch dieses Turnier hatte sich die Tennisabteilung einen hervorragenden Namen im Württembergischen Tennissport gemacht. Organisation und Durchführung ließen nichts zu wünschen übrig. Freundschaftsspiele wurden in Corbeil-Essonnes ausgetragen, sowie in Völklingen, Vaihingen/Enz und gegen Ludwigsburg.
Mit Rudi Stingel tauchte im Sindelfinger Tennisleben ein weiterer Vertreter dieses bekannten Namens auf. Zusammen mit Karl Stingel und Jugendwart Miros kümmerte er sich intensiv um die Jugendarbeit.
Bei den schon traditionellen gesellschaftlichen Veranstaltungen konnte die Abteilung bei Nikolausball, Frühlings und Sommerfest im Sütex-Kasino jeweils zwischen 120 und 150 Mitglieder willkommen heißen. Ein Verdienst der damals sehr rührigen Vergnügungswarte Hartmayer und Mayen.


1970
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Theo Freiburger.
Die erste Herrenmannschaft verpaßte, bedingt durch eine Verletzung ihres Spitzenspielers W. Müller, knapp den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse. Die französische Partnerstadt Corbeil-Essonnes war an Pfingsten Gast der Tennisabteilung. Die erste Damenmannschaft war erst im letzten Jahr in die A-Klasse aufgestiegen, in diesem Jahr sogar Gruppensieger. Den Aufstieg schaffte die Mannschaft dann nicht. Beginn der Bauarbeiten der Erweiterung unseres Klubhauses. Einen schmerzlichen Verlust hatte die Tennisabteilung durch den allzufrühen Tod ihres Tennislehrers Karl Stingel zu beklagen.


1971
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Theo Freiburger
Der Erweiterungsbau des Klubhauses kostete die Abteilung 190000 DM, die Einrichtung nochmals 15000 DM. Erfreulich war, daß trotz der erheblich gestiegenen Preise während der Bauzeit das Kostenlimit eingehalten werden konnte. Die ersten Mannschaften kannten ihre Spielklasse erhalten. Das Freundschaftsturnier in Völklingen wurde unbestrittener Höhepunkt der freundschaftlichen Begegnungen in diesem Jahr.


1972
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Walter Roser.
Sportlicher Höhepunkt: Ausrichtung der Württembergischen Meisterschaften auf unserer Anlage, vom 1-4. Juni 1972. Erste Damen und Herrenmannschaften halten sich sicher in der Verbandsklasse. Freundschaftsspiele mit Ameisenberg und Vaihingen/Enz rundeten die Saison ab.

1973
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Walter Roser.
Die Abteilung leidet unter fehlenden Freiplätzen. Die Warteliste »gedeiht«. Der Hallenplatz im Winter reicht auch nirgends hin. Überlegungen, eine neue Halle zu bauen, werden angestellt. Fast Resignation wegen beinahe unüberwindlicher Schwierigkeiten! Trotzdem, man bleibt dran!


1974
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Walter Roser.
Die neue Halle nimmt Formen an, wenigstens in den Überlegungen eines gebildeten Bauausschusses. Die Herren Dinkelacker, Kolmeder, Nikkel, Reinheimer und M. Schmied zerbrachen sich die Köpfe. Die Mitgliederversammlung vom 26. April 1974 beschließt den Bau einer Vierfeldhalle. Eine Umlage von 250 DM pro erwachsenes Mitglied wurde beschlossen. Am 3. 7. 1974 war es dann soweit. Mit dem Bau wurde begonnen! Am 28. Oktober 1974 konnte schon der Spielbetrieb aufgenommen werden. Erste Herrenmannschaft schafft den Aufstieg in die Oberligal! Ebenso die Seniorinnen. Der Böbelfinger Cup wurde in diesem Jahr im Hallenrohbau unserer neuen Tennishalle abgehalten, natürlich nur was die Festivitäten anlangt. Abteilung ist auf 650 Mitglieder angewachsen!


1975
Heinz Werner Abteilungsleiter, Stellvertreter Heinz Schräder-Sarnow.
Abrechnung der neu erstellten Tennishalle sowie organisatorische Probleme mit der Halle brachten in diesem Jahr einen ungewöhnlichen verwaltungstechnischen Aufwand für die Verantwortlichen. Versammlung beschließt Beitragserhöhung für das nächste Jahr. Mitgliederstand 708 Personen. 12 Mannschaften tummelten sich in Verbandsspielen auf unserer Anlage, nicht immer zur Freude der übrigen Mitglieder. Die Senioren schaffen Aufstieg in die Oberliga.


1976
Ottmar Sokol Abteilungsleiter, Stellvertreter Heinz Schröder-Sarnow.
Nach über zehn Jahren Wechsel an der Abteilungsspitze. Ein Jahr der Koordination. 773 Mitglieder. Alle Mannschaften halten sich in ihren Klassen, zum Teil sogar mit großem Erfolg.

1977
Ottmar Sokol Abteilungsleiter, Stellvertreter Rolf Hartmayer.
Renovierung der sanitären Anlagen in unserem Tennishaus. In den erstmals im Dezember 1976 erschienenen »Sifitennis Nachrichten« konnten sich die Mitglieder bereits vor Saisonbeginn über alle wichtigen Termine informieren. Besuch bei unseren Tennisfreunden in Corbeil-Essonnes. Vom 24-26.6.1977 Austraguung er Württembergischen Jugendmeischaften. Der 3. Böbelfinger Cup war mit 200 Teilnehmern ein würdiger Abschluß der Tennissaison auf unseren Plätzen.


1978
Ottmar Sokol Abteilungsleiter, Stellvertreter Rolf Hartmayer.
Wieder einmal steht der absolute Platzmangel der Abteilung im Vordergrund aller Überlegungen. Der seit 6 Jahren eingeführte Mitgliederstop wird zum großen Ärgernis. Besondere sportliche Erfolge unserer Jugendlichen, was von der guten Jugendarbeit der Abteilung zeugt. Die ersten Mannschaften behaupten sich in ihren Spielklassen.


1979
Ottmar Sokol Abteilungsleiter, Stellvertreter Rolf Hartmayer.
5. Böbelfinger Cup mit einer Rekordbeteiligung in Böblingen. Besuch von unseren Freunden aus Corbeil-Essonnes. Württembergische Senioren-meisterschaften auf unserer Anlage. Erste Mannschaften halten ihre Klassen.

1980
Ottmar Sokol Abteilungsleiter, Stellvertreter Rolf Hartmayer.
Ein ständiger Kampf um die Platzbelegung im Sommer und Winter, sowie der vergebliche Andrang von Hunderten von neuen Tennis-bewerbern kennzeichnete die Situation der Tennisabteilung. Der notorische Platzmangel erstickt fast jede Aktivität. Das Hin und Her um die Erstellung der bereits zugesagten 10 neuen Plätze geht allen an die Nerven. Dasselbe gilt für den Erweiterungsbau der Tennishalle.
Erste Herrenmannschaft steigt in die Oberliga auf! Wieder große Erfolge bei der Jugend. Die Abteilung hat 840 Mitglieder und ca. 300 Personen auf der Warteliste!

1981
Ottmar Sokol Abteilungsleiter, Stellvertreter Rolf Hartmayer.
Endlich ist es soweit! Die Plätze, auf die wir schon so lange warten mußten, sind im Bau! Die neue Halle ist auch schon im Werden! Im Laufe der Saison werden wir 20 Freiplätze und 8 Hallenplätze haben, mit einer Mitgliederzahl von voraussichtlich 1100 Personen. Eine fast atemberaubei Entwicklung! Die Verbandsrunde für die Mannschaften hat eben erst begonnen. Die Vorbereitungen für unser großes Fest, wir haben ja in diesem Jahr unser 25jähriges Jubiläum, laufen vollen Touren. 1981 scheint das Jahr der Tennisabteilung im VfL Sindelfingen zu werden! 6. Böbelfinger Cup mit 350 Teilnehmern in Sindelfingen.